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Das Plesse-Archiv

Das Plesse-Archiv des Flecken Bovenden
Register 1598
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Register 1598



Plesse-Archiv
Rathausplatz 1
37120 Bovenden
Tel. 0551/8201-166
Sprechzeiten: Mo. - Fr. von 8 Uhr bis 12 Uhr
eMail: archiv@bovenden.de


Öffnungszeiten:
Bitte vereinbaren Sie unter der vorgenannten Telefonnummer einen Termin.

Das Plesse-Archiv wurde im Jahre 1966 von der Gemeinde Flecken Bovenden eingerichtet. Erster Leiter war der damalige Student Ralf Busch, später für den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg tätig und heute dem Verein Freunde der Burg Plesse e.V. als Vorsitzender verbunden.

Zunächst wurden die älteren Bestände (bis etwa 1950) der damaligen Gemeinde Flecken Bovenden nach einem von Ralf Busch aus Vorgaben der Niedersächsischen Archivverwaltung entwickelten Schema geordnet und verzeichnet. Die Verzeichnung der jüngeren Akten folgte dem Muster des geltenden Aktenplans.

Nach der Verwaltungs- und Gebietsreform wurden auch die Registraturen der eingemeindeten Ortschaften vom Archiv übernommen und nach dem in Bovenden entwickelten Verfahren geordnet.

Archivgeschichte
Stammbuch
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Stammbuch

1967 richtete der Flecken Bovenden als erste Gemeinde vergleicbarer Größenordnung ein eigenes Archiv ein, das Plesse-Archiv. Den Anstoß dazu gab das ständig wachsende Interesse an der Ortsgeschichte, das in der 1000-Jahr-Feier im Jahre 1950 einen ersten spürbaren Höhepunkt gefunden hatte. Zum Zeitpunkt der Gemeindereform im Jahre 1973 hatte sich das Archiv schon zu einer in Gemeindeleben so fest verankerten Institution entwickelt, daß es seine Tätigkeit auch auf die neuen Ortschaften ausdehnen konnte.

Zu den üblichen Archivtätigkeiten der Ordnung, Registrierung und Aufbewahrung des alten und neuen Gemeindeschriftgutes kamen von Anfang an zahlreiche Aufgaben hinzu, die in enger Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und den einzelnen Ortschaften ausgeführt werden. Dazu gehören der Aufbau einer Sammlung von orts- und kulturgeschichtlich wertvollem Sachgut; dazu gehören aber auch die Erfassung von Bodenfunden und ihre Meldung an die Denkmalschutzbehörden, die Erfassung der wertvollen Bausubstanz im Gemeindegebiet, die Erfassung von Naturdenkmälern sowie der weitere Ausbar einer heute bereits mehr als 7.000 Fotos und Dias umfassenden Dokumentation zu den Themen "Entwicklung von Landschaft und Ortsbild" und "Wandel der Lebensformen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart." Eine Luftbilddokumentation der Ortschaften und der sie umgebenden Landschaft umfaßt bereits mehr als 1.200 freigegebene Luftbilder. Erleichtert wird die Arbeit des Archivs durch eine stets auf den neuesten Stand gebrachte Handbibliothek mit derzeit über 4.000 Inventarnummern.
Eine Auflistung der Bestände des Plesse-Archives finden Sie hier:

Merian Plesse
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Merian Plesse

Das Archiv steht für Auskünfte an jedermann zur Verfügung; Nach Terminvereinbarung ist auch die persönliche Einsicht in die Bestände möglich.

Über Ergebnisse und Arbeiten des Archivs wird in den "Mitteilungen des Flecken Bovenden" berichtet. Von 1966 bis 1998 wurde in jährlicher Folge die Schriftenreihe "Plesse-Archiv" herausgegeben, die vom Archivleiter redigiert wurde und einen großen Käufer- und Leserkreis über die Geschichte Bovendens und der Herrschaft Plesse heute noch informiert.

Das Inhaltsverzeichnis der Schriftenreihe Pless-Archiv finden sie als PDF-Dokument hier:
Dateianhang: 'PDF'-Datei herunterladen (Bestände des Plesse-Archives) Bestände des Plesse-Archives (12KB)


Darüber hinaus organisiert das Archiv aus seinen Beständen Ausstellungen in allen Ortsteilen. Die erfolgreiche Arbeit des Archivs wäre allerdings ohne die freiwillige Mithilfe von begeisterten Heimatfreunden nicht möglich.

Daten zur Geschichte des Flecken Bovenden und seiner Ortsteile

1015 Nach der in der Mitte des 12. Jahrhunderts verfassten Lebensbeschreibung des Bischofs Meinwerk überträgt dieser dem Bistum Paderborn aus seinem Familienbesitz die Burg Plesse mit 1100 Hufen.
1107/1127 Erste urkundliche Erwähnung eines Funktionsträgers auf der Burg Plesse
1138 Graf Hermann II. von Winzenburg benennt sich nach der Burg Plesse
1150 Bernhard von Höckelheim benennt sich nach der Burg Plesse
1192 Kaiser Heinrich VI tauscht vom Bistum Paderborn die Burg Plesse gegen die Burg Desenberg bei Warburg/Westfalen ein
1195 Der Tausch wird wieder rückgängig gemacht
1447 Die Herren von Plesse tragen ihren Eigenbesitz dem Landgrafen Ludwig von Hessen zu Lehen auf
1536 In der Herrschaft Plesse wird die Reformation eingeführt.
1571 Mit dem Tode von Dietrich IV. von Plesse stirbt das Geschlecht derer von Plesse aus. Landgraf Wilhelm IV. von Hessen Kassel übernimmt die Herrschaft Plesse als heimgefallenes Lehen.
1614 Landgraf Moritz von Hessen-Kassel setzt in der Herrschaft Plesse das reformierte Bekenntnis durch.
1623/1624 Landgraf Moritz und seine Familie halten sich mehrfach auf der Burg Plesse auf.
1627 Nach einer Belagerung werden Burg und Herrschaft Plesse vorübergehend an den Landgrafen von Hessen-Darmstadt abgetreten. Nach der Abdankung von Landgraf Moritz wird die Herrschaft Plesse der Rotenburger Quart zugeschlagen.
1660 Die Burg Plesse ist endgültig aufgegeben.
1740 Bovenden wird Sitz eines Kasseler Reservatenkommissars für die Ämter Herrschaft Plesse und Neuengleichen.
1777 Landgraf Constantin von Hessen-Rotenburg lässt in Bovenden ein neues Amtshaus errichten, das gelegentlich auch als landgräfliches Absteigequartier dient.
1808 Nach der französischen Besetzung 1807 wird die Herrschaft zum Canton Bovenden im Königreich Westphalen.
1813 Nach dem Zusammenbruch des Königreichs Westphalen übernimmt Kurhessen wieder die Herrschaft Plesse.
1816 Durch einen Tauschvertrag zwischen Preußen, Hannover und Kurhessen fällt die Herrschaft Plesse an das Königreich Hannover.
1821 Erste Restaurierungsarbeiten auf der Burg Plesse.
1823 Nach Auflösung des Amtes Harste kommt dessen größter Teil an das Amt Bovenden.
1853-1864 Die Burg Plesse wird auf Initiative des hannoverschen Königpaares umfassend restauriert.
1859 Das Amt Bovenden wird aufgelöst und in das Amt Göttingen eingegliedert.


949 Bei einem Gütertausch mit dem Kloster Hersfeld erhält König Otto I. u. a. Besitz in Bovenden. Diesen Besitz überträgt er 950 dem Stift Enger.
1211 Die Rechte an der Kapelle in Bovenden werden in einem Schlichterspruch des Erzbischofs von Mainz geregelt.
1345/46 Die St. Martinikirche in Bovenden erhält das Pfarrecht.
1540 Durch Brandstiftung brennt der ganze Ort mit Ausnahme der Kirche nieder.
1605 Die Gemeinde Bovenden erhält vom Landgrafen zu Hessen Kassel das Braurecht und beginnt nach dem Bau des Brauhauses mit der Bierbrauerei.
1765 Landgraf Friedrich II. zu Hessen-Kassel erneuert das Bovender Marktrecht.
1787 Infolge landgräflicher Privilegien können in Flecken Bovenden und Amt Bovenden Handwerkerzünfte gegründet werden.
1854 Der Abschnitt Alfeld-Göttingen der Hannoverschen Südbahn wird eröffnet. In Bovenden wird zunächst ein nur für Personenverkehr geeigneter Haltepunkt eingerichtet.
1916 Das elektrische Ortsnetz in Bovenden wird in Betrieb genommen.
1953/54 Bau einer zentralen Wasserversorgung.


1262 Erste Erwähnung eines Pfarrers in Billingshausen
1305 Erste Erwähnung des Ortes Oberbillingshausen
1306 Erste Erwähnung des Ortes Unterbillingshausen
1348 Oberbillingshausen ist vollständig im Besitz der Herren von Plesse
1540 Nach Einführung der Reformation in der Herrschaft Plesse wird Oberbillingshausen von Unterbillingshausen kirchlich getrennt und der Pfarre Spanbeck unterstellt
1739 Neubau der Kirche in Oberbillingshausen
1902 Neubau der Kirche in Unterbillingshausen
1950 Für Ober- und Unterbillingshausen wird eine gemeinsame Wasserversorgung geschaffen


1192 In Zusammenhang mit der Burg Plesse wird das predium (Vorwerk) Odingehusen erwähnt.
1211 Die St. Blasius-Kirche in Eddigehausen wird als Mutterkirche der Kapelle in Bovenden erwähnt.
1624 Nach einem glücklich überstanden Reiseunfall stiftet Landgräfin Juliane von Hessen-Kassel 7 Malter Korn zur jährlichen Verteilung an die Armen des Dorfes Eddigehausen
1786 Neubau der Kirche in Eddigehausen


1193 Der Zehnte in Emmenhausen gehört zur Erstausstattung des Klosters Lippoldsberg


952 König Otto I. erwirbt auf dem Tauschwege vom Grafen Billung u.a. den Ort Harste, den er 953 an das Moritzkloster in Magdeburg überträgt.
1294 In einem Vergleich zwischen Herzog Albrecht und der Stadt Göttingen wird erstmals eine Burg in Harste genannt.
1727 Brand von Schloss und Hof Harste. In den folgenden Jahren Bau des Domänenkomplexes.
1823 Das Amt Harste wird aufgelöst.


966 Kaiser Otto I. überträgt dem Stift Enger in Westfalen Besitz in Lenglern.
1780 Neubau der Kirche
1934 Anlage der Luftwaffenmunitionsanstalt


1229 Erste urkundliche Nennung als "Reddingehusen". Frühere Erwähnungen dieses Namens lassen sich nicht eindeutig auf das heutige Reyershausen beziehen.
1695 Bau einer Kirche in Reyershausen.
1911 Mit der Abteufung des Schachtes "Napoleon" beginnt die Erschließung der Kalivorkommen unter Reyershausen.
1938 Nach einen Laugeneinbruch wird die Kaliförderung eingestellt.
1944 Ein britischer Luftangriff auf Reyershausen fordert 18 Tote
1950 Wiederaufnahme der Kaliförderung
1969 Endgültige Einstellung des Kaliabbaus


1284 Helmold IV. von Plesse verkauft seinen Besitz in Spanbeck und an anderen Orten an seine Verwandten.
1540 Die Kirche in Spanbeck wird protestantische Pfarrkirche für die Gemeinden Spanbeck, Oberbillingshausen und Holzerode.


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